Die Baumhummel ist eine weit verbreitete, sozial lebende Hummelart, die sich besonders gut an oberirdische Nistplätze anpasst. Sie wirkt wegen ihres Farbkleids (braun-schwarzer Thorax, schwarzer Hinterleib mit weißer Spitze) sehr charakteristisch.
Aktiv in der Saison von Frühjahr bis Spätsommer, oft bis Ende August. Bereits ab März unterwegs, manchmal sogar vor anderen Hummelarten. Das Volk löst sich meist im Juli/August auf.
Die Baumhummel ist in ganz Europa weit verbreitet und hat sich in den letzten Jahrzehnten stark nach Norden und Westen ausgebreitet. Sie bewohnt vielfältige Lebensräume.
Vielfältiges Blütenangebot mit Nektar und Pollen von verschiedenen Blüten wie Brombeeren, Lippenblütlern, Rosengewächsen und anderen Garten- und Wildpflanzen.
Strukturreiche Landschaften mit geeigneten oberirdischen Nistplätzen — alte Baumhöhlen, Nischen in Gebäuden oder Nestkästen.
Strukturreiche Landschaften mit Blütenangebot und geeigneten oberirdischen Nistplätzen — alte Baumhöhlen, Nischen in Gebäuden oder Nestkästen.
Oberirdische Nistplätze (z. B. in Vogelnistkästen, Mauerspalten, Dachräumen oder Höhlen).
Baumhummeln sind aggressiv.
In Nestnähe zeigen sie ein ausgeprägtes Verteidigungsverhalten, das meist auf Annäherung zurückzuführen ist.
Anfliegende Hummeln wollen stechen.
Das wiederholte Anfliegen oder Anstoßen dient der Warnung und nicht dem Angriff.
Kreisende Hummeln bedeuten Gefahr.
Dabei handelt es sich oft um Männchen, die im Frühsommer auf Jungköniginnen warten.
Bombus hypnorum, die Baumhummel, ist eine mittelgroße Hummelart (Königin 15–22 mm, Arbeiterinnen 9–15 mm, Drohnen 11–16 mm). Sie ist leicht zu erkennen an ihrem rotbraunen bis fuchsroten Thorax (Brust), dem schwarzen Hinterleib und der schneeweißen Hinterleibsspitze. Das Gesicht ist meist dunkel behaart. Im Gegensatz zu anderen Hummelarten fehlen ihr gelbe Querbinden.
Die Baumhummel ist in ganz Europa weit verbreitet und hat sich in den letzten Jahrzehnten stark nach Norden und Westen ausgebreitet. Sie bewohnt vielfältige Lebensräume: lichte Wälder, Waldränder, Parks, Gärten, Streuobstwiesen und sogar urbane Gebiete. Besonders typisch ist ihre Vorliebe für Nistplätze oberhalb des Bodens, z. B. in Vogelkästen, Dachböden, Rollladenkästen oder Hohlräumen in Bäumen.
Bombus hypnorum ist ein typischer Vertreter der sozialen Hummeln: Eine Jungkönigin gründet im Frühjahr ein Nest, in dem später 50 bis über 400 Arbeiterinnen leben können. Die Nester liegen fast immer erhöht. Die Art ist sehr anpassungsfähig und nistet auch mitten in der Stadt. Baumhummeln sind bereits ab März unterwegs, manchmal sogar vor anderen Hummelarten. Sie fliegen viele Blütenpflanzen an, darunter Obstbäume, Beerensträucher, Weiden, Himbeeren und Zierpflanzen. Die Arbeiterinnen kümmern sich um Brutpflege, Nahrungssuche und Nestbau. Im Hochsommer erscheinen Drohnen und neue Jungköniginnen, das Volk löst sich meist im Juli/August auf.
Baumhummeln sind wichtige Bestäuber für Obstbäume, Beerensträucher und zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Durch ihre frühe Flugzeit übernehmen sie eine Schlüsselrolle bei der Bestäubung von Frühblühern und sichern so die Versorgung anderer Tierarten.
Bombus hypnorum ist nicht gefährdet, sondern in vielen Regionen auf dem Vormarsch. Trotzdem profitieren auch Baumhummeln vom Verzicht auf Pestizide, dem Erhalt naturnaher Gärten, Nistmöglichkeiten (z.B. Hummelkästen, Vogelkästen), sowie von einem vielfältigen Blütenangebot im Frühling und Sommer.
Die Baumhummel ist eine der „Neuen“ unter den Hummeln in vielen Regionen Mitteleuropas: Noch vor wenigen Jahrzehnten war sie selten, inzwischen ist sie eine der häufigsten Hummelarten in Siedlungen und Gärten! Sie ist für ihre hohe Anpassungsfähigkeit bekannt – Nester werden gerne in belebter Umgebung und auch nah am Menschen gebaut, sogar auf Balkonen oder in Rollladenkästen. Im Frühling sind Baumhummeln oft die ersten Hummeln an Blütenbüschen und Weidenkätzchen. Ihr typischer „Hummelstaat“ ist kleiner als bei Erdhummeln, dafür entwickelt er sich sehr schnell. Ein lustiges Detail: Drohnen patrouillieren oft auffällig vor dem Nesteingang – sie sind aber, wie alle männlichen Hummeln, völlig harmlos und können nicht stechen.
Entdecke ökologische Zusammenhänge spielerisch. Das Insecticon-Quartett hilft dir, heimische Insekten, ihre Lebensräume und Entwicklungsstadien besser zu verstehen.
Im Quartett vergleichen