Der Bienenwolf ist eine solitär lebende Grabwespe mit auffälliger schwarz-gelber Zeichnung. Er gehört zur Gruppe der bodenbrütenden Jägerwespen und ist vor allem für seine spezielle Jagdweise bekannt.
Die Aktivität wird im Text teils als 'Juni bis September', teils als 'Mai bis September' angegeben. Für die Aktivitätsmonate wurde der längere Zeitraum 'Mai bis September' gewählt.
Der Bienenwolf ist auf warm-trockenen, offenen Sandflächen, Magerrasen und Sanderdenflächen zu finden. Auch an sonnigen Pflasterfugen, Gehwegen oder Sandwegen im Siedlungsraum kann man ihm begegnen.
Nektarreiche Pflanzen
Offene, sandige oder lockere Böden mit direkter Sonneneinstrahlung
Offene, sandige oder lockere Böden mit direkter Sonneneinstrahlung sind entscheidend für Nestbau und Revierverhalten.
Die Weibchen graben Erdröhren in sandigem Boden, die bis über einen Meter lang sein können. In diese legen sie Brutzellen an.
Das ist eine Wespe wie alle anderen.
Der Bienenwolf ist eine solitär lebende Grabwespe und bildet keine Staaten.
Er frisst andere Insekten wie eine normale Wespe.
Für die Aufzucht der Larven jagt das Weibchen vor allem Honigbienen, die paralysiert und als Nahrung deponiert werden.
Er gefährdet die Bienenbestände.
Trotz seines Namens hat er keinen messbaren Einfluss auf Bienenpopulationen; er jagt vergleichsweise wenige Tiere und ist Teil natürlicher Räuber-Beute-Beziehungen.
Philanthus triangulum, der Bienenwolf, ist eine große, auffällig schwarz-gelb gezeichnete Grabwespe mit einer Länge von etwa 12–18 mm. Der Körper ist schlank, das Hinterleibsende meist spitz zulaufend. Auffällig sind die gelben Zeichnungen am Kopf, an Brust und Hinterleib sowie die durchsichtigen Flügel. Im Flug und auf Blüten kann der Bienenwolf leicht mit einer kleinen Wespe oder Hornisse verwechselt werden, doch seine Zeichnung ist insgesamt etwas zierlicher und weniger kontrastreich.
Der Bienenwolf ist in ganz Europa verbreitet, bevorzugt aber warme, sandige und offene Standorte wie Magerrasen, Sandflächen, Heiden, Trockenrasen, Böschungen und sonnige Wegränder. Auch in naturnahen Gärten oder an sandigen Gartenwegen ist er anzutreffen. Die Art ist besonders in Gebieten mit reichem Vorkommen von Wild- und Honigbienen häufig.
Philanthus triangulum ist eine solitäre Grabwespe, die einzelne Brutkammern im sandigen Boden anlegt. Die Weibchen graben bis zu 1 m lange Gänge mit Seitennischen, in die sie erbeutete Honigbienen als Futter für ihre Larven eintragen. Dazu lähmt die Wespe die Bienen mit einem gezielten Stich und transportiert sie dann in ihr Nest. Die Larve frisst die gelähmte Biene und verpuppt sich später in der Brutzelle. Die erwachsenen Bienenwölfe ernähren sich selbst hauptsächlich von Nektar und besuchen dazu gerne Doldenblütler wie Wilde Möhre oder Fenchel. Die Flugzeit reicht meist von Mai bis September. Die Überwinterung erfolgt als Ruhelarve im Boden.
Der Bienenwolf ist ein natürlicher Regulator von Wildbienen- und Honigbienenbeständen, ohne diese ernsthaft zu gefährden. Seine Grabgänge sorgen für Bodenbelüftung und bieten anderen Insekten Lebensraum. Als Nektarsammler trägt Philanthus triangulum auch zur Bestäubung bei und ist Teil eines artenreichen Sandbiotops.
Philanthus triangulum ist in Mitteleuropa stellenweise häufig, kann aber durch den Verlust sandiger, offener Lebensräume lokal bedroht sein. Die Art profitiert von naturnahen Gärten, offenen Sandstellen, und dem Erhalt von Wildbienen- und Blühpflanzenbeständen. Ein besonderer Schutzstatus besteht meist nicht, doch die Pflege und Anlage von Sandflächen und Blühstreifen fördert ihre Bestände.
Der Bienenwolf ist ein echter Spezialist: Er jagt fast ausschließlich Honigbienen und ist dabei so geschickt, dass er selbst vor fliegenden Bienen nicht haltmacht. Mit seinem ausgeprägten Geruchssinn kann er Bienen sogar im Flug aufspüren. Für seine Brut gräbt das Weibchen mit beeindruckender Ausdauer tiefe Röhren in den Sandboden, in die es mehrere gelähmte Bienen als Nahrungsvorrat legt – eine faszinierende Form des „Vorratshaltens“ im Insektenreich! Obwohl sein Name bedrohlich klingt, ist der Bienenwolf für Menschen völlig harmlos und äußerst friedlich. Besonders spannend: Die Brutzellen werden mit einem eigenen Antibiotikum gegen Schimmel geschützt – produziert von symbiotischen Bakterien, die der Bienenwolf an seine Larven weitergibt.
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