Die Blauschwarze Holzbiene ist die größte heimische Wildbienenart Europas mit metallisch violett schimmernden Flügeln und einem kompakten, tiefschwarzen Körper. Sie gehört zu den Holzbienen und fällt durch ihre Größe und kräftige Erscheinung auf, wird aber – trotz ihres Aussehens – nicht als aggressiv wahrgenommen.
Aktiv von zeitigem Frühjahr bis in den Spätsommer, oft ab April/Mai sichtbar.
Die Blauschwarze Holzbiene ist in Gärten, Parks, Streuobstwiesen und an Waldrändern mit reichlich Blüten und altem Holz anzutreffen. Sie bevorzugt warm sonnenbestrahlte Flächen, wo Nektarquellen verfügbar sind.
Nektar und Pollen an einer Vielzahl blühender Pflanzen.
Strukturreiche Lebensräume mit reichhaltigem Blütenangebot und abgestorbenem Holz sind entscheidend für Nahrung und Nestplatz.
Weibchen bohren selbstständig Gänge in totes oder halbmorsches Holz, wo sie lineare Brutzellen anlegen, mit Holzspänen trennen und mit Pollenvorräten versehen.
TODO
„Das ist eine Hummel.“
Die Blauschwarze Holzbiene ist eine eigenständige Wildbienenart.
„So große Bienen sind gefährlich.“
Sie ist friedlich und sticht nur in äußersten Ausnahmefällen.
„Holzbienen fressen Holz.“
*X. violacea* frisst kein Holz; sie nagt Holz nur zum Nestbau, ernährt sich von Blütennektar und Pollen.
Xylocopa violacea, die Blaue Holzbiene, ist die größte Wildbiene Mitteleuropas (Weibchen 23–28 mm, Männchen 20–25 mm). Ihr Körper ist glänzend schwarz mit dichter, dunkler Behaarung. Besonders auffällig sind die tiefblau bis violett schillernden Flügel, die im Sonnenlicht metallisch leuchten. Die Augen sind dunkel, der Kopf breit. Weibchen haben kräftige Mandibeln, die sie zum Nagen ins Holz einsetzen; Männchen erkennt man an einem helleren, gelblich-braunen Stirnfleck.
Die Blaue Holzbiene kommt in Südeuropa, Mitteleuropa und bis Westasien vor; in Deutschland vor allem in wärmebegünstigten Regionen, zunehmend aber auch in nördlicheren Gebieten durch Klimawandel und milde Winter. Sie bevorzugt sonnige, blütenreiche Lebensräume mit altem, trockenem Totholz: Streuobstwiesen, Gärten, Waldränder, Weinberge und Parks.
Xylocopa violacea lebt solitär. Weibchen nagen mit ihren kräftigen Kiefern Gänge in abgestorbenes, trockenes Holz (z. B. Holzbalken, alte Obstbäume, Zaunpfähle), in denen sie mehrere Brutzellen anlegen. Jede Brutzelle wird mit einem Pollenvorrat und einem Ei versorgt und durch eine dünne Wand vom nächsten Segment getrennt. Die Flugzeit reicht von zeitigem Frühjahr bis in den Spätsommer. Holzbienen sind polylektisch und besuchen viele Blütenarten, besonders Lippenblütler und Schmetterlingsblütler. Im Spätsommer ziehen sich die Weibchen in Hohlräume zum Überwintern zurück.
Die Blaue Holzbiene ist ein wichtiger Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen, vor allem von großblütigen oder tiefkelchigen Arten. Durch ihre Körpergröße und Kraft kann sie auch Blüten aufbeißen, um an Nektar zu gelangen, wodurch sie andere Insekten indirekt mitversorgt.
Xylocopa violacea ist in Deutschland regional verbreitet und vielerorts zunehmend häufig. Wichtig für ihren Schutz sind der Erhalt von altem Totholz, der Verzicht auf Pestizide und das Anpflanzen nektarreicher Blüten. Versiegelung und das Entfernen abgestorbener Bäume verringern ihre Nistmöglichkeiten.
Die Blaue Holzbiene ist ein echter Hingucker im Garten: Mit ihrem tiefen Brummen und den schillernd blauen Flügeln zieht sie sofort Aufmerksamkeit auf sich. Trotz ihrer imposanten Erscheinung ist sie friedlich und sticht nur, wenn sie bedrängt wird. Ihr Name rührt daher, dass sie ihre Nester selbst ins Holz nagt – ein Verhalten, das für Bienen ungewöhnlich ist. Durch den Klimawandel breitet sich Xylocopa violacea in Mitteleuropa immer weiter aus. Eine Kuriosität: Die Männchen verteidigen oft „Blütenreviere“ und patrouillieren auffällig in der Luft, um Weibchen anzulocken.
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