Die Dunkle Erdhummel ist eine der größten, häufigsten und bekanntesten Hummelarten Europas. Sie bildet soziale Völker mit mehreren hundert Tieren und ist ein sehr effektiver Bestäuber in Gärten, Landschaften und auch im Landwirtschaftsbereich.
Königinnen ab Februar/März, Volk bis in den Spätsommer aktiv. Jungköniginnen überwintern.
Die Dunkle Erdhummel ist in ganz Europa und darüber hinaus bis nach Westasien verbreitet und inzwischen auch in Australien und Neuseeland eingebürgert. Sie lebt in unterschiedlichsten Lebensräumen: Wiesen, Gärten, Parks, Feldraine, Waldränder und landwirtschaftliche Flächen – selbst in Städten ist sie sehr häufig zu beobachten.
Nektar und Pollen von vielen verschiedenen Blumen (Generalist).
Breite Palette an Lebensräumen (offene Landschaften, Gärten, Parks, Grünflächen in Städten).
Unterirdische Nester, oft in verlassenen Mäusenestern oder ähnlichen Hohlräumen.
Unterirdische Nester, oft in verlassenen Tierhöhlen oder lockeren Bodennestern.
„Das ist nur eine große Hummel wie jede andere.“
Die Dunkle Erdhummel ist eine der häufigsten und größten Arten Europas und unterscheidet sich in Größe und Farbe von anderen ähnlich aussehenden Arten.
„Sie lebt allein, wie manche Wildbienen.“
Bombus terrestris ist sozial: Königin, Arbeiterinnen und Drohnen leben im Volk zusammen.
„Hummeln sind selten.“
Diese Art ist sehr häufig und an viele Lebensräume angepasst.
Bombus terrestris, die Dunkle Erdhummel, ist eine der größten und häufigsten Hummeln Mitteleuropas. Die Königin wird bis zu 23 mm lang, Arbeiterinnen und Drohnen sind etwas kleiner. Sie hat einen kräftigen, kompakten Körperbau. Typisch sind die schwarz-gelb-weiße Bänderung: ein gelbes Band am Vorderkörper (Kragen), ein zweites am hinteren Thorax und eine rein weiße Hinterleibsspitze. Die übrigen Körperpartien sind schwarz. Die Flügel sind dunkel getönt. Von ähnlichen Hummelarten (z. B. Gartenhummel) unterscheidet sich Bombus terrestris durch ihre massigere Gestalt und die etwas kürzeren Rüssel.
Die Dunkle Erdhummel ist in ganz Europa und darüber hinaus bis nach Westasien verbreitet und inzwischen auch in Australien und Neuseeland eingebürgert. Sie lebt in unterschiedlichsten Lebensräumen: Wiesen, Gärten, Parks, Feldraine, Waldränder und landwirtschaftliche Flächen – selbst in Städten ist sie sehr häufig zu beobachten.
Bombus terrestris ist eine soziale Hummel mit großen Staaten: Eine Königin gründet im Frühjahr ein Nest (meist unterirdisch in verlassenen Mäusenestern oder im Kompost). Ein Volk kann bis zu 600 Tiere umfassen, gelegentlich sogar mehr. Die Nester werden stets unterirdisch angelegt. Erdhummeln sind ausgesprochen anpassungsfähig und fliegen bei nahezu jedem Wetter. Sie besuchen eine große Vielfalt an Blüten, wobei sie sowohl Nektar als auch Pollen sammeln. Dank ihres relativ kurzen Rüssels „beißen“ sie manchmal kleine Löcher an der Blütenbasis („Nektarraub“), wenn der Nektar zu tief sitzt. Der Zyklus reicht von Februar/März (Königin) bis in den Spätsommer. Im Hochsommer erscheinen Drohnen und Jungköniginnen, das Volk löst sich im Spätsommer auf, und nur die Jungköniginnen überwintern.
Erdhummeln sind wichtige Bestäuber für zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen, darunter auch Tomaten, Obstbäume und viele Gartenblumen. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit und Aktivität auch bei niedrigen Temperaturen machen sie zu Schlüsselarten in der Bestäubung.
Bombus terrestris ist in Mitteleuropa nicht gefährdet und in vielen Regionen die häufigste Hummel. Sie profitiert von naturnahen Gärten, Blütenreichtum und dem Verzicht auf Pestizide. Lebensraumverluste durch intensive Landwirtschaft können lokal die Bestände beeinflussen. Ein Schutzstatus ist nicht erforderlich.
Die Dunkle Erdhummel ist ein echter „Superstar“ unter den Bestäubern: Sie wird sogar kommerziell gezüchtet und in Gewächshäusern zur Bestäubung eingesetzt, zum Beispiel bei Tomaten. Ihr Nektarraub-Trick (das „Aufbeißen“ von Blüten) verschafft ihr Zugang zu Blüten, an die andere Hummeln gar nicht herankommen. Erdhummeln sind ausgesprochen robust, fliegen schon bei kühlem Wetter und können auch in windigen oder feuchten Lagen aktiv sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Hummeln bauen sie stets unterirdische Nester, meist in alten Mäusenestern. Sie sind für Menschen sehr friedlich und stechen nur im absoluten Notfall. Oft werden sie mit der Gartenhummel verwechselt – ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist die massige Statur und der vergleichsweise kurze Rüssel.
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