Der Große Wollschweber ist eine auffällig behaarte Fliege, die oft mit Bienen verwechselt wird, aber tatsächlich zu den Wollschwebern (Bombyliidae) gehört. Sie ist im Frühjahr häufig an sonnigen Stellen zu beobachten.
Aktiv vor allem im Frühjahr von März bis Juni.
Der Große Wollschweber ist im Frühjahr häufig an sonnigen Stellen zu beobachten.
blühende Pflanzen
sonnige, offene Flächen, geeignete Nestplätze für ihre Wirtsarten
Nester bodenbrütender Solitärbienen
Der Großer Wollschweber bevorzugt warme, trockene und sonnige Mikroklimata, besonders an offenen, blütenreichen Standorten wie Wiesen, Waldrändern oder sandigen Bereichen. Häufig hält er sich an windgeschützten Stellen mit gut erwärmten Böden auf, da diese auch geeignete Lebensräume für die Wirtsarten seiner Larven bieten.
Das ist eine Biene.
Obwohl er wie eine pelzige Biene aussieht, ist der Große Wollschweber eine Fliege ohne Stachel.
Er gefährdet Bienenbestände.
Die Larven parasitieren zwar gelegentlich Solitärbienen, haben aber keinen messbaren negativen Einfluss auf Populationen im großen Maßstab.
Fliegen sind nur lästig.
Erwachsene Wollschweber sind aktive Bestäuber vieler Frühlingsblumen.
Bombylius major, der Große Wollschweber, ist eine auffällige, pelzige Fliege mit einer Körperlänge von etwa 8–12 mm. Der Körper ist dicht mit goldgelben bis bräunlichen Haaren bedeckt, was dem Tier ein hummelartiges Aussehen verleiht. Auffällig sind der sehr lange, gerade, rüsselartige Saugrüssel (deutlich länger als der Kopf) und die großen, dunklen Facettenaugen. Die Flügel sind vorne dunkel gemustert und in Ruhestellung meist leicht gespreizt. Die Beine sind relativ kurz und unauffällig.
Der Große Wollschweber ist in ganz Europa, Nordafrika, Asien und sogar in Nordamerika verbreitet. Er bewohnt trockene bis mäßig feuchte, offene Lebensräume wie Magerrasen, Wiesen, Waldränder, Gärten und Parks. Besonders häufig findet man ihn an sonnigen, blütenreichen Stellen.
Bombylius major ist ein typischer Frühlingsbote und fliegt meist von März bis Mai/Juni. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Nektar und Pollen und besuchen dabei viele Blüten, die sie im Schwirrflug mit ihrem langen Saugrüssel anfliegen – sie „stehen“ oft wie Kolibris vor der Blüte. Die Weibchen legen ihre Eier im Flug (!) gezielt in die Nestern bodenbewohnender Wildbienen (z. B. Sandbienen). Die geschlüpften Larven kriechen in die Bienennester, wo sie zunächst vom Vorrat der Bienenlarve, später auch von der Bienenlarve selbst leben (Kleptoparasitismus).
Bombylius major ist ein wichtiger Bestäuber von Frühlingsblumen und trägt zur Vielfalt der Insektenwelt bei. Als Parasit beeinflusst er zudem die Population bodennistender Wildbienen und ist so ein Teil komplexer ökologischer Wechselwirkungen.
Bombylius major ist in Europa häufig und nicht gefährdet. Er profitiert von offenen, blütenreichen Flächen und dem Vorkommen bodennistender Wildbienen. Extensiv genutzte Wiesen und naturnahe Gärten fördern seine Bestände, während Pestizide und Flächenversiegelung lokal schaden können.
Der Große Wollschweber ist ein echtes „Frühlings-Highlight“ für Naturfans: Mit seinem pelzigen Körper, dem kolibriartigen Schwirrflug und dem langen Saugrüssel wirkt er auf den ersten Blick wie eine kleine Hummel – ist aber eine Fliege! Besonders spannend ist seine Eiablage: Das Weibchen „bombardiert“ im Flug die Eingänge von Wildbienennestern mit ihren Eiern – eine einzigartige Jagdtechnik. Die Larven sind perfekt angepasst und können im Bienennest längere Zeit „versteckt“ leben. Trotz des „parasitischen Lebens“ schadet Bombylius major den Bienenpopulationen in der Regel nicht wesentlich, da die meisten Bienenarten viele Brutzellen anlegen.
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