Die Haus-Feldwespe gehört zur Unterfamilie der Feldwespen (Polistinae) und ist eine der häufigsten sozial lebenden „Papierwespen“ Europas. Sie baut papierartige Nester und ist oft in warmen Offenlandschaften und im Siedlungsraum zu finden.
Aktiv von Frühjahr bis Herbst (meist April bis September). Im Herbst sterben die Völker ab, nur begattete Jungköniginnen überwintern.
Die Haus-Feldwespe ist oft in warmen Offenlandschaften und im Siedlungsraum zu finden.
Ausreichend Nahrungsangebot (andere Insekten für Larven, Nektar/Pflanzensäfte für Erwachsene).
Geschützte Neststellen (Hohlräume, Dachvorsprünge, Mauerspalten) und strukturreiche Lebensräume.
Warme, offene Landschaften und strukturreiche Lebensräume mit ausreichend Nahrungsangebot und geschützten Neststellen.
Die artentypischen papierartigen Nester bestehen aus zerkauten Holz- und Pflanzenfasern. Eine Nestgruppe kann von einer Königin gegründet werden, manchmal auch von mehreren zusammen. Arbeiterinnen unterstützen Brutpflege und Nestbau.
Das ist die gleiche Art wie die Deutsche Wespe.
Obwohl ähnlich gefärbt, gehört *Polistes dominula* zu den Feldwespen (Papierwespen) mit schlankeren Körpern und herabhängenden Beinen im Flug, nicht zu den typischen „Deutschen Wespen“.
Sie greifen grundlos Menschen an.
Die Art gilt als relativ friedfertig; Stiche entstehen meist nur bei Nestverteidigung, nicht bei neutraler Distanz.
Haus-Feldwespen sind keine Bestäuber.
Erwachsene Tiere besuchen Blüten und tragen zur Bestäubung bei, zusätzlich zur räuberischen Nahrungsaufnahme für die Brut.
Polistes dominula, die Haus-Feldwespe (früher auch Gallische Feldwespe genannt), ist eine zierliche, schlanke Faltenwespe von 10–18 mm Länge. Sie ist schwarz-gelb gefärbt, aber auffällig schmal gebaut, mit langen, fadenförmigen Beinen, die beim Flug meist nach unten hängen. Im Unterschied zur Gemeinen Wespe sind die gelben Anteile am Körper oft ausgedehnter, und die Fühler sind bei den Weibchen an der Basis orange gefärbt (bei anderen Wespenarten meist schwarz). Typisch sind das „gesichtsartige“ Muster auf dem Kopfschild und der auffällig waagerecht gestreckte Körper.
Polistes dominula ist in ganz Südeuropa, im Mittelmeerraum und mittlerweile auch in weiten Teilen Mitteleuropas (einschließlich Deutschland) verbreitet. Die Art besiedelt offene, sonnige Standorte wie Gärten, Parks, Waldränder, Hecken und Mauern, aber auch urbane Bereiche. Sie baut ihre Nester bevorzugt an geschützten, warmen Stellen: unter Dachvorsprüngen, an Fensterläden, Rollladenkästen, Balkonen oder in Schuppen.
Polistes dominula ist ein sozialer Staatenbildner, jedoch mit deutlich kleineren Völkern als die Gemeine Wespe – meist nur 10–100 Tiere pro Nest. Die Königin gründet im Frühjahr alleine ein offenes, schirmartiges Nest aus papierartigem Material, das aus zerkautem Holz besteht. Die Arbeiterinnen übernehmen später Brutpflege und Nahrungssuche. Die Art ist ein eifriger Jäger: Sie erbeutet Raupen, Fliegen, Blattläuse und andere Insekten für ihre Larven, während die erwachsenen Tiere auch Nektar und zuckerhaltige Pflanzensäfte aufnehmen. Im Herbst sterben die Völker ab, nur begattete Jungköniginnen überwintern. Die Feldwespe ist gegenüber Menschen auffallend friedlich und selten an Kuchen oder Süßem interessiert.
Als Räuberin vieler Insekten und Bestäuberin von Blütenpflanzen ist Polistes dominula ökologisch wertvoll. Die Nester bieten auch Mikrohabitate für andere kleine Tiere.
Polistes dominula ist in Europa nicht gefährdet und profitiert sogar von städtischen Lebensräumen. Ein Schutzstatus besteht nicht. Da sie selten lästig wird, gibt es keinen Grund zur Bekämpfung – stattdessen hilft sie im Garten bei der Schädlingskontrolle.
Die Haus-Feldwespe ist ein Musterbeispiel für friedliche Koexistenz mit dem Menschen: Sie baut ihre zarten Wabennester gerne an Häusern, ist aber gegenüber Menschen sehr tolerant und sticht fast nie – selbst bei Nestnähe. Das auffällige, waagerechte Nest mit offenen Waben lässt sich leicht von den kugeligen Nestern der anderen Wespen (Deutsche und Gemeine Wespe) unterscheiden. Wissenschaftlich besonders spannend: Die soziale Struktur der Kolonien ist sehr flexibel, manchmal gründen mehrere Königinnen gemeinsam ein Nest. Polistes dominula ist außerdem sehr anpassungsfähig und hat sich auch in kühleren Regionen Europas rasant ausgebreitet. Ein weiteres Kuriosum: Wegen ihres schmalen Körpers und der langen Beine wird sie manchmal mit einer Hornisse verwechselt – ist aber völlig harmlos!
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