Auf den ersten Blick sieht der Wollschweber fast niedlich aus: rundlich, pelzig, mit langem Rüssel und einem schwirrenden Flug, bei dem er scheinbar schwerelos vor Blüten steht. Viele fragen sich deshalb: Kann ein Wollschweber stechen? Ist er gefährlich?
Für uns Menschen ist die Antwort klar: Nein. Der lange Rüssel ist kein Stachel, sondern ein Werkzeug zum Trinken von Nektar. Doch in der Welt der Wildbienen spielt der Wollschweber eine deutlich düsterere Rolle.
In diesem Film schauen wir uns an, wie der Große Wollschweber lebt, warum er so präzise fliegen kann und weshalb er als Brutparasit gilt. Seine Weibchen suchen gezielt nach den Bruthöhlen solitär lebender Wildbienen, bepudern ihre Eier mit Sand und schleudern sie im Flug in den Nesteingang. Dort schlüpft eine Larve, die sich zunächst vom Pollenvorrat ernährt – und später von der Wildbienenlarve selbst.
Ein faszinierender Einblick in eine Insektenwelt, die nicht einfach nur schön oder grausam ist, sondern voller erstaunlicher Anpassungen steckt.